Mehr als nur ein Prompt: Warum Architektur-Dokumentation das Geheimnis meines KI-Projekts ist

Die KI-gestützte Softwareentwicklung hat das Potenzial, die Art und Weise, wie wir programmieren, fundamental zu verändern – doch in der Praxis ist sie weit mehr als nur schnelles „Vibecoding“. Als Vater, der das tägliche WhatsApp-Chaos bei der Organisation von Spielverabredungen leid war, habe ich mit spielmit.eu ein Herzensprojekt gestartet. Mein Ziel war es, eine Plattform zu schaffen, die nicht nur kurzfristig funktioniert, sondern langfristig stabil und sicher für unsere Kinder ist. spielmit.eu ist ein Non-Profit-Projekt: ohne versteckte Kosten und konsequent auf Datenschutz ausgelegt. Weil es um unsere Kinder geht, ist Sicherheit für mich keine Option, sondern das absolute Fundament.

Vom „Vibecoding“ zur stabilen Architektur

Für spielmit.eu habe ich mich auf Neuland gewagt: Es waren meine ersten echten Gehversuche mit einer Progressive Web App (PWA) und Firebase Firestore. Die Funktionen der Anwendung sind mittlerweile extrem umfangreich – und ich gebe offen zu: Ohne KI hätte ich diesen Funktionsumfang in dieser Zeit niemals erreicht. Die KI hat mir einen enormen Teil der „Fleißarbeit“ abgenommen, von der Modellierung der Daten bis hin zu komplexen Cloud-Function-Logiken.

Doch wer heute solche Systeme baut, weiß: Wer sich blind auf die KI verlässt, erntet schnell technische Schuld. Um das Projekt nachhaltig und wartbar zu halten, habe ich die KI als hocheffizienten, aber streng geführten Assistenten eingesetzt:

  • Test-Pflicht als Dogma: Sicherheit entsteht durch Transparenz. Ich habe die KI konsequent dazu gezwungen, für jede Funktion umfassende Testfälle zu schreiben. Ein Feature war erst dann „fertig“, wenn die Test-Suite – die ich selbst mit-definiert habe – komplett grün war.
  • Die ARCHITECTURE.md als Anker: Um zu verhindern, dass die KI bei der Generierung vom Pfad abweicht, habe ich eine zentrale Architektur-Dokumentation erstellt. Sie dient als mein „System-Gedächtnis“. Jede Änderung der KI musste sich an dieser Architektur messen lassen.
  • Sicherheit durch Disziplin: Die Firestore-Sicherheitsregeln waren mein größtes Lehrstück. Mal waren sie zu offen, mal zu restriktiv. Hier half kein „Bitten“, sondern konsequentes Testen, bis die Regeln exakt den Sicherheitsanforderungen entsprachen.

Ein enormer Lernweg

Auch wenn die KI viele Prozesse beschleunigt hat, war das Projekt für mich eine intensive Lernreise. Die Arbeit mit Firebase-Regeln, Triggern, Indizes und Laufzeitbeschränkungen hat mir tiefe Einblicke gegeben, die weit über das hinausgehen, was man in einem Tutorial lernt. Ich wollte nicht nur ein Tool „hingezaubert“ bekommen, sondern verstehen, wie man moderne Software nachhaltig aufbaut und wartbar hält.

Fazit

spielmit.eu ist heute ein lebendes System, das ich – dank der Architektur-Dokumentation und der engen Einbindung der KI – souverän weiterentwickeln kann. Mein Lernfazit: KI-gestützte Softwareentwicklung ist eine fantastische Hebelwirkung, sofern man ihr einen extrem strikten Rahmen vorgibt. Der „No-Brainer“-Moment existiert noch nicht – aber mit der richtigen Struktur wird die KI zu einem mächtigen Werkzeug für das eigene technische Verständnis.

Neugierig geworden? Wenn du auch genug vom WhatsApp-Chaos hast: Schau gerne bei spielmit.eu vorbei und probiere es aus. Ich freue mich riesig über jedes Feedback, das mir hilft, die Plattform noch besser und intuitiver zu machen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert