„ITler aus Leidenschaft“. Wenn mich jemand fragt, was mich ausmacht, kommt genau dieser Satz. Ich arbeite nicht in der IT-Branche — ich lebe sie. Zuhause bin ich mit meiner Familie in Ober-Olm bei Mainz, meine Wurzeln liegen im Rheingau. Und was mich anspringt, sind schöne IT-Architekturen (mit Häuserbauen hat das nichts zu tun), komplexe Systemlandschaften und Softwareprojekte, an denen man sich die Zähne ausbeißt.

Mein berufliches Leben
Ich bin nie an einer Uni gewesen. Meinen Weg in die IT bin ich über die Praxis gegangen: erst staatlich geprüfter Assistent für Informatik, dann Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung — und danach so früh wie möglich raus zum Kunden ins Projektgeschäft. Learning by doing statt Vorlesung. Das hat mich geprägt: Ich glaube bis heute mehr an das, was funktioniert, als an das, was auf dem Papier gut aussieht.
Von da an habe ich Schicht für Schicht dazugelernt. Angefangen als JEE-Entwickler, gewachsen zum JEE-Architekten, weiter über das Projektmanagement in die Business-Analyse. Ein paar Jahre habe ich die Business-Analyse in einem Finanzkonzern begleitet, 2017 kam die Zertifizierung zum Enterprise-Architekten dazu. Jeder Schritt hat eine Ebene ergänzt: erst der Code, dann die Struktur, dann das Geschäft dahinter.
Bei der Deutschen Bahn ist daraus etwas Rundes geworden. Als Product Owner der KI-gestützten HMI-Lösung SEMMI habe ich nicht nur die Produktentwicklung verantwortet, sondern auch den Business Case und die wirtschaftliche Steuerung — Technik und Zahlen in einer Hand. Danach habe ich als Senior und Venture Architect bei der DB Systel die technische Produktstrategie und Architekturlandschaft mitgestaltet.
Seit November 2025 bin ich Chief Product Owner bei der Syna GmbH im Energiesektor — mitten in der Energiewende. Hier läuft zusammen, was ich vorher einzeln gelernt habe: Entwicklung, Architektur, Produkt und Strategie. Meine Aufgabe ist, Teams zu befähigen, Produkte zu bauen, die wirklich einen Unterschied machen.
Was mich aktuell am meisten treibt, ist der sinnvolle Einsatz von KI-Agenten in der Produkt- und Anforderungsarbeit. Nicht als Ersatz für den Menschen, sondern als Verstärkung. Mein Leitsatz dabei: Der Mensch besitzt die Absicht, die Agenten besitzen die Prüfung. Die KI schreibt keine Anforderungen — sie prüft, gleicht ab und hinterfragt. Die Entscheidung bleibt beim Menschen. Genau dieses Vorgehen baue ich gerade zu einem belastbaren Standard aus und teile meine Erfahrungen offen hier im Blog.
Wohin das geht? Ich will die Rolle von KI in der Produktentwicklung nicht nur mitmachen, sondern mitgestalten — strategisch und über einzelne Teams hinaus, in einer Branche, die gerade neu gedacht wird. Beim Rest gilt wie immer: Ich rede nicht groß drüber, ich baue es und schreibe hinterher auf, was ich gelernt habe.
Mein beruflicher Werdegang im Kurzüberblick:
Meine private Seite
In meiner Freizeit beschäftige ich mich mit allem, was ich spannend finde. Lange war ich vor allem in der JEE-Welt zuhause — Webprojekte auf Java-Basis wie das Portrait-Archiv. Inzwischen habe ich aber genauso Spaß an Flutter, Vue oder Python gefunden, dazu App-Entwicklung für Android und ab und zu was Hardwarenäheres wie meine Fotoboxen (SmileCube). Manchmal fällt dabei auch ein kleines WordPress-Modul ab. Der rote Faden: Ich probiere neue Technologien aus, mische sie miteinander und schaue, was dabei rauskommt. Learning by doing, auch nach Feierabend. Und weil nicht alles auf einem Bildschirm stattfinden muss, schraube ich als Hausbesitzer genauso gern an echten Projekten — vom Poolbau bis zur Terrasse.
Vor ein paar Jahren hat mich das Thema Voice-First und Conversational KI so gepackt, dass ich daraus ein Startup mitgegründet habe: assistent.ai, eine Plattform für Voicebots, die Kundenanliegen automatisieren. Meine Anteile habe ich inzwischen verkauft — die Begeisterung für den sinnvollen Einsatz von KI ist geblieben.
Die restliche Zeit gehört meiner Familie. Mit meiner Frau Sarah bin ich am liebsten in Ober-Olm oder im schönen Mainz unterwegs, gern mit guten Freunden. Unseren Ausgleich finden wir beim Tanzen — und wenn die 05er spielen, sitzen wir inzwischen mit der ganzen Familie im Familienblock und feuern als Team unser Team an.
Und dann sind da noch die Motorräder. In „meinem früheren Leben“ habe ich die Wochenenden auf den Rennstrecken in Deutschland und Europa verbracht. Das aktive Kapitel habe ich 2012 zugeschlagen, ganz lassen konnte ich es aber nie. In der Garage stehen bis heute Motorräder, und wann immer ich mir die Zeit aus den Rippen schneiden kann, dreh ich damit eine Runde über die Landstraße.
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