Neuer Homeserver – Ryzen 9 3900X mit 128GB

Seit gut 20 Jahren laufen diverse Server bei mir zuhause im Keller. Diese Homeserver übernehmen im 7/24 Betrieb mehr oder weniger wichtige Aufgaben. Der ein oder andere mag nun den Kopf schütteln und sich fragen ob ich sonst keine Probleme habe. Darauf sei geantwortet: Nein, habe ich nicht 🙂

Fakt ist, dass der aktuell eingesetzte Server nun schon über 4 Jahre alt ist und so langsam an seine Leistungsgrenzen kommt. Diverse Docker-Container treiben das aktuelle System, sowohl im Bereich der CPU also auch des Speichers in den Wahnsinn. Zusätzlich habe ich ein neues Projekt in Planung bei welchem diverse weitere Container zum Leben erweckt werden sollen – es muss also was neues her.

Was soll der neue Homeserver tun?

Die zentrale Aufgabe des Homeservers liegt im Betrieb von diversen Docker-Containern und einer eigenen Docker-Registry. Jeder Container für sich hat seine eigenen klar definierten Aufgaben und stellt die unterschiedlichsten Dienste bereit. In der Hauptsache sollen die folgenden Container betrieben werden:

Schnell ist klar dass der neue Server einiges zu tun hat. Zwar liegen viele der Container oft nur “herum” und langweilen sich zur Tode, dennoch ist der Speicherbedarf und die Anzahl der parallel laufenden Prozesse nicht zu vernachlässigen.

Wahl der Komponenten – CPU First

Anhand der Anforderungen möglichst viele Prozesse parallel laufen zu lassen war für mich schnell klar, dass die CPU möglichst viele Kerne haben sollte. Nach diversen Vergleichen viel die Wahl auf den AMD Ryzen 9 3900X*, welcher mit seinen 12 Prozessorkernen und 4,6 GHz genügend Power bereithalten sollte. Als Mainboard habe ich mich für das Gigabyte B450M-DS3H* entschieden welches durch seine Bauform schön klein ist aber dennoch für meinen Bedarf genügend Schnittstellen liefert.

Abgerundet wird das ganze durch 128 GB der HyperX FURY 3200 MHz DDR4* untergebracht in einem kleinen mit 3 zusätzlichen Lüftern versehenen ATX Desktopgehäuse von SilverStone*.

Dazu kommt nun noch ein wenig “Kleinkram” wie eine SSD Festplatte, Netzteil, Grafikkarte oder noch Kabel so dass die Summe der Anschaffungen für den neuen Homeserver an der Grenze zu 1.000 EUR schrammte.

Der Aufbau

Wer mich kennt der weiß, dass ich das Schrauben am Computer definitiv nicht zu meinen Lieblingsaufgaben zähle. Dennoch freute ich mich irgendwie darauf meinen neuen Sklaven zusammen zu schrauben und in Betrieb zu nehmen. Zu meiner großen Freude passte alles direkt ohne Probleme zusammen und keines der gelieferten Bauteile war defekt. Somit war der Zusammenbau der Komponenten recht schnell erledigt und das Betriebssystem konnte nach rund 2 Stunden installiert werden.

Als Betriebssystem habe ich mich, wie fast schon gewohnt, für Debian entschieden.

Erfahrungen nach den ersten Tagen im Betrieb

Mein neuer Homeserver läuft sehr verlässlich und ist absolut mega schnell. Die CPU-Temperatur beträgt recht konstante 37 Grad, der Speicherverbrauch liegt im Maximum aktuell ca. bei 50% und der Serverload übersteigt nur beim Trainieren von Rasa NLU Modellen einmal die 4.

Auch die Geräuschentwicklung ist, trotz der 3 Gehäuselüfter, echt entspannt. Ich bin sehr zufrieden mit der neuen Hardware und hoffe, dass diese lange ihren Dienst verrichtet 🙂

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