Poolbau im Eigenbau — ein Zwischenbericht

Wer meinen Blog verfolgt, hat mitbekommen: Letztes Jahr haben wir unser Haus aufgestockt. Danach war klar — jetzt ist der Garten dran. Endlich mal Grün. Und wenn man schon dabei ist… warum nicht auch ein Pool?

Unsere Tochter ist eine absolute Wasserratte, das öffentliche Schwimmbad bedeutet immer Aufwand und volle Becken. Und Platz haben wir. Also: warum eigentlich nicht?

Welcher Pool soll es sein?

Wir haben hin und her überlegt. Styropor ist nicht mein Material. Ein gemauerter Pool ist was für die Ewigkeit — und nagelt einen fest. Ein Ovalpool aus Aluminium, teilweise ins Erdreich eingelassen, ist für uns die perfekte Zwischenlösung. Keine Entscheidung fürs ganze Leben, aber trotzdem solide.

Oval, weil ich auch mal eine Bahn vorwärts kommen möchte. Ein Rundpool ist aus meiner Sicht ineffizient — zu viel Platzverbrauch für zu wenig Nutzfläche. Mit 7,00 x 3,50 x 1,50 Metern haben wir jetzt rund 29 Kubikmeter Wasser im Garten. Das passt.

Die Suche nach dem richtigen Anbieter

Ich habe ohne Ende verglichen. Dutzende Anbieter, Konfiguratoren, Foren. Am Ende habe ich mich für ein Komplettset entschieden — Pool, Sandfilteranlage, Pumpe, UV-Entkeimung, Verrohrung, Leiter und das ganze Zubehör in einem Paket. Quasi ein Sorglos-Paket. Ob es am Ende wirklich sorglos bleibt, wird sich zeigen.

Erdarbeiten — und eine Überraschung

Wir haben aktuell einen Landschaftsgärtner, der den Garten komplett neu macht. Der hat die Erdarbeiten und den Poolaufbau gleich mit übernommen. Zum einen fehlt uns die Zeit, zum anderen braucht man für Bodenplatte, Stützmauer und Co. einfach Know-how. Das war eine gute Entscheidung.

Eine weniger gute Entscheidung hatte offenbar jemand bei der Verlegung der Wasserleitung getroffen — denn die wurde bei den Erdarbeiten getroffen. Nicht geplant, nicht lustig. Glücklicherweise war das Wasserwerk erstaunlich schnell vor Ort und hat das Problem fix gelöst. Aber: Leitungspläne vorher checken!

Der Kampf mit der Folie

Was ich unterschätzt habe: die Innenhülle sauber einzuziehen. Es war kalt, das Material hat sich nicht gedehnt wie es sollte. Nach drei oder vier Anläufen hat es dann gepasst — aber das war definitiv nervenaufreibend. Mein Tipp an alle Nachahmer: wartet auf einen warmen Tag.

Technik: Automatisierung ist Pflicht

Wer mich kennt, weiß: ich bin ITler und ich bin faul. Beides zusammen bedeutet: alles was automatisiert laufen kann, soll automatisiert laufen. Wenn ich jede Woche pH-Werte messen und Chemie nachjustieren muss, verliere ich den Spaß am Pool. Das darf nicht passieren.

Deswegen setzen wir auf:

  • pH-Dosieranlage — regelt den pH-Wert automatisch
  • Wasseranalyse per App — Werte immer im Blick, ohne Teststreifen
  • UV-Entkeimung — reduziert den Chemiebedarf deutlich
  • Poolroboter — damit ich nicht selbst schrubben muss
  • Solarheizung — weil warum Strom verheizen, wenn das Dach da ist?

Perspektivisch soll das Ganze auch noch in mein Home-Assistant-Setup integriert werden. Aber eins nach dem anderen.

Solar statt Wärmepumpe

Ja, wir haben eine große PV-Anlage auf dem Dach. Trotzdem: warum sollte ich Strom für eine Wärmepumpe nutzen, wenn ich noch Platz für Solarabsorber habe? Direkte Sonnenwärme ins Wasser ist einfach die effizienteste Lösung. Wir haben uns für ein Absorber-Set mit 12 Quadratmetern Fläche entschieden, inklusive Steuerung und Motorventil. Die Elemente liegen schon in der Garage.

Wo stehen wir heute?

Als nächstes suche ich ein kleines Technikhaus, das vor den Schuppen kommt. Da soll die gesamte Filtertechnik, Dosieranlage und Solarsteuerung rein. Die Filteranlage muss perspektivisch bald laufen, also wird das jetzt Priorität.

Stand Mitte April 2026: Der Pool sitzt im Erdreich und wird schrittweise befüllt. Heute Morgen wurde der erste Abschnitt rund um den Pool betoniert. Morgen geht es weiter. Das Ganze passiert in Schichten — Beton rein, Wasser rein, nächste Schicht — damit der Druck auf die Poolwand gleichmäßig bleibt.

Was hat der Spaß bisher gekostet?

Transparenz gehört für mich dazu. Hier der Zwischenstand — ohne die Erdarbeiten und Gartengestaltung, die im Gesamtpaket des Landschaftsgärtners enthalten sind:

PositionBetrag
Pool-Komplettset (Pool, Filtertechnik, Verrohrung, Zubehör)4.320,92 €
Solarheizung (Absorber-Set, Steuerung, Motorventil)2.025,00 €
Poolroboter & Solarfolie772,24 €
XPS-Isolierung~120,00 €
Zwischensumme~7.238 €

Da kommen noch Verrohrung, Technikhaus, Kleinteile und einiges mehr dazu. Ich bin selbst gespannt, wo wir am Ende landen. Die finale Kostenaufstellung gibt es dann im Abschlussbericht.

Wie geht es weiter?

Ende April soll der Rollrasen liegen — so wurde es versprochen. Wenn das klappt, kann der im Mai anwachsen. Und ab Juni? Ab Juni wird gebadet.

Bis dahin muss noch einiges passieren: Technikhaus aufstellen, Filteranlage anschließen, Solarabsorber aufs Dach, Verrohrung fertig machen. Es bleibt spannend — und ich nehme euch weiter mit.

This article was written by Thomas Schiffler

Ich bin Thomas Schiffler – Softwareentwickler, Technikbegeisterter und Co-Gründer von assistent.ai. In meiner Freizeit beschäftige ich mich mit Smart-Home-Automatisierung, Raspberry Pi-Projekten, KI-Anwendungen und allem, was den Alltag smarter macht. Auf schiffler.eu teile ich meine Erfahrungen, Ideen und technische Experimente aus meinem privaten und beruflichen Umfeld.

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